Sappho

* ca. 630-612 v. Chr. in Lesbos
† ca. 570 v. Chr. in Sizilien

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Sappho

Sappho war eine antike griechische Dichterin von der Insel Lesbos und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der Archaik. Sie schrieb Lieder und Gedichte, darunter Hymnen sowie Liebes- und Hochzeitslyrik. Nach ihr ist die „sapphische Strophe“ benannt. Ihre Sprache und Bildwelt wirkten weit über ihre Zeit hinaus und prägen die Dichtkunst bis heute.

Von Sapphos Werk ist nur ein kleiner Teil erhalten. Antike Gelehrte ordneten ihre Dichtung in mindestens acht, wahrscheinlich neun Bücher. Diese Sammlung ist verloren. Nach heutigen Schätzungen schrieb Sappho insgesamt etwa 10.000 Verse, erhalten sind nur ungefähr 650 Verse. Nur ein Gedicht ist vollständig überliefert, vieles existiert als Fragment, bekannt durch Zitate und Papyrusfunde.

Sappho lebte und wirkte offenbar innerhalb eines engen sozialen Kreises aus Frauen und jungen Mädchen, mit denen sie musische Praktiken wie Gesang, Tanz und Dichtung teilte. Ob es sich dabei um eine formale „Schule“ handelte, ist umstritten. Sicher ist jedoch, dass ihre Dichtung intensive emotionale und erotische Beziehungen zwischen Frauen thematisiert. 

Diese Wirkung war so prägend, dass „sapphisch“ und „lesbisch“ später zu Begriffen für weibliche Homosexualität wurden. 

Bereits in der Antike wurde Sapphos Dichtung mit weiblicher Liebe in Verbindung gebracht. Autoren wie Strabon, Ovid und Horaz bezogen sich explizit auf die emotionale und erotische Intensität ihrer Frauenbeziehungen. Die spätere moralische Abwertung Sapphos im Christentum führte dazu, dass große Teile ihres Werks gezielt nicht mehr tradiert wurden, was die fragmentarische Überlieferung bis heute erklärt.

"Ich liebe und werde geliebt.Wir sind nun Teil eines Himmels." Sappho

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Ralf König

Ralf König wurde 1960 im katholischen Westfalen geboren und zeichnet seit seiner Kindheit Comics. Diese bekamen mit seinem Coming Out 1979 deutlich schwule Inhalte und waren zunächst Geheimtipp der frühen Schwulenbewegung und der Linksalternativen Szene der 80er Jahre.

Nach vier Alben namens ‚Schwulcomix‘ beim Verlag Rosa Winkel in Berlin schaffte er 1987 den Durchbruch mit dem Rowohlt-Titel ‚Der bewegte Mann‘, im gleichen Jahr folgten ‚Kondom des Grauens‘ und ‚Lysistrata‘, alle Titel wurden später fürs Kino verfilmt. 1994 lagen die Titel ‚Kondom des Grauens‘ und ‚Bullenklöten‘ auf dem Beratungstisch der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn, auf Indizierungsantrag des bayerischen Jugendamtes und der Meininger Staatsanwaltschaft. Der Antrag wurde unter dem Kunstvorbehalt abgelehnt.

Ralf Königs Bücher wurden und werden seitdem in mehrere Sprachen übersetzt und er bekam zahlreiche Preise, unter anderem 2005 den Prix Alph’Art beim Comicfestival Angouleme für das beste Szenario bei ‚Wie die Karnickel‘, 2006 den Spezialpreis der Jury des Comic Salons Erlangen für seine gezeichneten Kommentare zum Mohammed-Streit um die dänische Zeitung ‚Jyllands Posten‘ und zuletzt 2014 den Max und Moritz-Preis für sein Lebenswerk.

Von Ralf König liegen etwa 40 Comicalben vor, zuletzt erschienen: ‚Barry Hoden -im Weltraum hört dich keiner grunzen‘ beim Männerschwarm Verlag und ‚Porn Story‘ sowie das aktuelle ‚Herbst in der Hose’ bei Rowohlt.

www.ralf-koenig.de

Bild: VVG, Köln