Friedrich II von Preußen
* 24. Januar 1712 in Berlin, heute Deutschland
† 17. August 1786 in Potsdam, heute Deutschland

Friedrich II. von Preußen
Friedrich II. von Preußen war König von Preußen und wurde „Friedrich der Große“ genannt. Er gilt als Repräsentant des aufgeklärten Absolutismus und bezeichnete sich als „ersten Diener des Staates“.
Unter seiner Herrschaft wurde Preußen durch Kriege gegen Österreich und im Siebenjährigen Krieg zur europäischen Großmacht. Zugleich setzte Friedrich Reformen durch. 1740 ließ er die Folter weitgehend abschaffen, wenn auch mit Ausnahmen. Rechtsreformen wurden unter ihm vorangetrieben, darunter die Arbeit am späteren Allgemeinen Landrecht, das jedoch erst 1794 erlassen wurde. Er förderte den Kartoffelanbau und machte 1763 die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin zu einer königlichen Manufaktur.
1733 heiratete Friedrich widerwillig Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Die Ehe blieb kinderlos. Nach seiner Thronbesteigung lebten beide weitgehend getrennt. Friedrich umgab sich stattdessen mit Philosophen, Künstlern und seinem Kreis in seinem Schloß Sanssouci („ohne Sorge“).
Schon als Kronprinz schrieb Friedrich, er fühle sich vom weiblichen Geschlecht wenig angezogen. In einer Liste „der, die ich im Leben am meisten geliebt habe“ nennt er ausschließlich Männer, darunter seinen Kammerdiener Michael Gabriel Fredersdorf.
Auch seine Briefe an seinen Bruder Prinz Heinrich sind aufschlussreich. Darin kommentiert Friedrich 1746 spöttisch Heinrichs Zuneigung zu einem jungen Pagen und nutzt deutlich erotisierende Ironie. Zusammen mit der engen Bindung an Hans Hermann von Katte stützt dies die Einschätzung vieler Historiker*innen, Friedrich könne schwul gewesen sein.
Zeitgenössische wie spätere Darstellungen versuchten diese Hinweise häufig zu entkräften oder zu entsexualisieren, was viele Historiker*innen heute als Beispiel für eine nachträgliche Heterosexualisierung seiner Geschichte werten.
"Wenn die Vernunft häufiger ihre Stimme
gegen den Fanatismus erhebt,
dann kann sie die künftige Generation vielleicht
toleranter machen, als die gegenwärtige ist;
und dann wäre schon viel gewonnen."
Friedrich II. von Preußen

Chris Fleming
Chris Fleming hat über die letzten 15 Jahre seinen eigenen einzigartigen Kunststil geschaffen. Ein akribischer Handwerker. Ein Meister am Skalpell, der komplexe Schablonen schichtet. Seine Arbeiten umfassen eine Vielzahl von Themen von Homoerotik und Pop-Kultur bis hin zur Politik. Seine Kunst wurde in Großbritannien und Europa ausgestellt. Chris erregte 2014 mit seinem bekannten Protestwerk Sochi Olympic Protest Aufmerksamkeit Die Arbeit thematisiert die Behandlung von Homosexuellen in Russland und nutze die Winterspiele von Sochi um das Problem anzuprangern.
Chris entwickelt seinen kraftvollen Stil und seine Arbeit mit jedem neuen Werk weiter. Momentan widmet er sich der glamourösen und vielseitigen Welt der Drag Queen Kultur.
Bild: Jame McGuigan