Greta Garbo

* 18. September 1905 in Stockholm, heute Schweden
† 15. April 1990 in New York, heute USA

Greta Garbo (c) Robert W. Richards

Greta Garbo

Greta Garbo gehört zu den bekanntesten Filmschauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Außerdem gilt sie als stilbildende Mode-Ikone.

Garbo gelang 1924 der internationale Durchbruch mit Gösta Berlings Saga. In Hollywood wurde sie als „Die Göttliche“ gefeiert. Ihr erster Tonfilm Anna Christie (1930) brachte ihr eine Oscarnominierung ein. Nach über 20 Filmproduktionen zog sie sich 1941 im Alter von 36 Jahren ohne öffentliche Begründung aus dem Filmgeschäft zurück. 1954 erhielt sie einen Ehren-Oscar.

Greta Garbo und Marlene Dietrich kannten sich persönlich und bewegten sich zeitweise in denselben Hollywood- und europäischen Künstlerkreisen der 1930er Jahre. Zeitgenössische Berichte belegen gegenseitige Bewunderung und Kontakt, Hinweise auf eine intime Beziehung gelten jedoch als nicht gesichert und bleiben Gegenstand späterer Spekulationen.

Beide Frauen waren nie verheiratet. Beziehungen zu Männern sind dokumentiert, ebenso intime Beziehungen zu Frauen. Garbo äußerte sich dazu nie öffentlich. Dietrich lebte ihre Beziehungen freier, ohne sich festzulegen. 

Historisch werden beide heute häufig als bisexuell eingeordnet.

 

"Ich habe nie gesagt,
ich liebe das Alleinsein.
Ich habe gesagt,
ich möchte in Ruhe gelassen werden.
Das ist ein Unterschied."
Greta Garbo

Robert W. Richards (c) Ron Amato

Robert W. Richards

Robert W. Richards (* 1941 – † 11. Juli 2019) war einer der profiliertesten und bekanntesten Illustratoren der USA.

Richards wuchs in der Industriestadt Sanford im US-amerikanischen Bundesstaat Maine auf. Als Intimus der Kunst- und Musikszene Downtowns zeichnete er für viele Größen des Showbusiness Plattencover und Werbeplakate, die sich als stilbildend erwiesen. Er arbeitete unter anderem für Frank Sinatra, Lena Horne, Anita O’Day, Tony Curtis, Peggy Lee. Außerdem illustriert er für die Modebranche, zu seinen Kunden gehören Marken wie Chanel, Valentino, Yves St. Laurent.

Als Teil des bourgeoisen Flügels der Schwulenbewegung der 1970er Jahre begann seine jahrzehntelange Liebe zu den „Adonissen“ dieser Szene, den Pornostars. Richards hielt die flüchtige Schönheit jener modernen Liebesgötter in unzähligen Zeichnungen und Interviews fest. Diese Werke sorgten für einiges Aufsehen in der Ausstellung „Gods of Erotica“ in der Leslie-Lohman Gay Art Foundation in SoHo.

Als Zeichner und Portraitist tritt der Künstler selbst naturgemäß in den Hintergrund, seine Arbeiten sind bekannter als seine Person. Einen Blick auf den Menschen Richards bietet die Filmdokumentation über Peter Berlin, an der Richards maßgeblich beteiligt war und in zahlreichen Interviews mit Peter Berlin selbst in Erscheinung tritt. Richards Zeichnungen und Fotografien aus allen Karrierephasen Berlins sind wertvolle Zeitdokumente, die die „goldenen Jahre“ der US-amerikanischen Schwulenbewegung in den 1970er Jahren festhalten. In dem Fotoband Allure zeigt Richards zahlreiche Höhepunkte seiner erotischen Illustrationen männlicher Ideale.

Robert starb am 11. Juli 2019. Wir werden ihn sehr vermissen. Auf die Frage, wen er denn für unsere Ausstellung zeichnen würde, sagte Robert: „I’ll do Freddy, Greta and Marlene. I knew them personally.“ Danke schön für Deine große Kunst und Unterstützung!

„He’ll be sorely missed by many. It was in his 90’s but only in years.“ (Trey Speegle, the WOW Report)

Bild: Ron Amato