Leonardo da Vinci

* 15. April 1452 in Anchiano, heute Italien
† 2. Mai 1519 in Amboise, heute Frankreich

Leonardo da Vinci (c) Andreas Veitschegger

Leonardo da Vinci

Leonardo di ser Piero, weltbekannt als Leonardo da Vinci, war Künstler und Universalgelehrter. Er arbeitete als Maler, Zeichner, Ingenieur und Anatom. Neben seinen Gemälden hinterließ er tausende Notizen und Entwürfe zu Technik, Architektur, Wasserbau, Waffen, Naturbeobachtung und besonders zu Anatomie. Seine Zeichnungen gelten bis heute als außergewöhnlich präzise und verbinden Kunst mit wissenschaftlicher Neugier.

Zu seinen bekanntesten Kunstwerken gehören das Abendmahl im Refektorium von Santa Maria delle Grazie in Mailand und die Mona Lisa. Das Bild gelangte früh in französischen Besitz und ist seit dem späten 18. Jahrhundert meist im Louvre zu sehen.

Leonardos sexuelle Orientierung wird bis heute diskutiert. Er war nie verheiratet, und es sind keine Beziehungen zu Frauen bekannt. 1476 wurde er in Florenz in einer anonymen Anzeige beschuldigt, sexuelle Kontakte zu einem jungen Mann namens Jacopo Saltarelli gehabt zu haben. Das Verfahren wurde eingestellt. Solche Verfahren waren in Florenz Teil einer institutionalisierten Moral- und Strafpolitik: Seit 1432 verfolgte die Magistratur der (Gli) Ufficiali di Notte Anzeigen wegen ‚sodomia‘ systematisch. Dabei bezeichnete „Sodomie“ in zeitgenössischen Rechts- und Kirchenkontexten einen Sammelbegriff für verschiedene als verboten definierte Sexualpraktiken. In der Forschung wird zudem darauf hingewiesen, dass Leonardos lebenslange Bindungen fast ausschließlich Männern galten und er sich in seinen Notizen auffallend distanziert zu Ehe, Fortpflanzung und Frauen äußerte.

Leonardo lebte später eng mit Schülern und Assistenten wie Salaì zusammen. Ob dies auch eine Liebesbeziehung war, lässt sich aus den Quellen nicht sicher belegen.

Immer wieder kursieren Mythen, etwa die Behauptung, die Mona Lisa sei ein Mann oder ihr Name ein Anagramm für „mon Salai“. Dafür gibt es jedoch keine historischen Belege.

"Keine Wirkung in der Natur ist ohne Vernunftgrund." Leonardo da Vinci

Andreas Veitschegger (c) Monika Esser

Andreas Veitschegger

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Bild: Monika Esser