Paul Burkhard

* 21. Dezember 1911 in Zürich, heute Schweiz
† 6. September 1977 in Zell, heute Schweiz

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Paul Burkhard

Paul Burkhard war ein Schweizer Komponist, Dirigent und Pianist. Als musikalisches Wunderkind brachte er sich mit vier Jahren selbst das Klavierspielen bei und komponierte früh eigene Stücke. Er studierte in Zürich und wurde Kapellmeister am Stadttheater Bern sowie Dirigent des Radioorchesters Beromünster.

Während der Zeit des Nationalsozialismus im benachbarten Deutschland arbeitete Burkhard am Schauspielhaus Zürich, einem wichtigen Exiltheater. Dort schrieb er Chansons und Operetten wie die Kleine Niederdorf-Oper. Sein erfolgreichstes Werk wurde Der schwarze Hecht, in Deutschland als Feuerwerk bekannt. Das daraus stammende Lied Oh, mein Papa wurde ein internationaler Hit. 

Für die Zürcher Uraufführung von Brechts Mutter Courage am 19. April 1941 komponierte Burkhard die Bühnenmusik und dirigierte selbst. Die Partitur gilt heute als verschollen, und für spätere Aufführungen setzte sich stattdessen die Musik von Paul Dessau durch, die Brecht schließlich als verbindlich erklärte.

Zu seinen geistlichen Kompositionen zählt D’Zäller Wiehnacht. Ein darin enthaltenes Lied hatte zwar einen rassismuskritisch gemeinten Inhalt, musste aber 2010 überarbeitet werden, da der Originaltext dennoch Formulierungen enthielt, die Schwarze Menschen herabsetzten.

Burkhard lernte schon am ersten Schultag Walter Sautter kennen, zu dem er eine tiefe Bindung entwickelte. Dessen spätere Heirat traf ihn schwer. In jungen Jahren litt Burkhard unter seiner Homosexualität, die er nie öffentlich machte, im Freundes- und Berufsleben jedoch offen lebte. Seine Schwester, die seinen Haushalt führte und seine Kompositionen abschrieb, duldete keine Partnerschaften, weshalb er zeitlebens allein blieb.

Dieses Portrait wurde 2023 im Rahmen einer Ausstellung durch die Zürcher Kantonal Bank ermöglicht.

"O mein Papa
War eine wunderbare Clown
O mein Papa
War eine große Kinstler."
Paul Burkhard

Felix Kindelan (c) privat

Felix Kindelán

Felix Kindelán wurde 1992 in Berlin geboren. Dort aufgewachsen, entwickelte er früh ein starkes Interesse in Kunst. In seiner Jugend war er Teil der Berliner Graffitiszene und widmete sich zur gleichen Zeit der klassischen Malerei. Portraits und die menschliche Figur sind der Kern seiner Malerei.

Das Thema seiner Arbeiten behandelt das Phänomen, dass jede Person verschiedene Charakterzustände in den unterschiedlichsten Situationen und Begegnungen besitzt. Die Arbeiten sind der Versuch diese Nuancen einer Persönlichkeit mit der Aufteilung der Figur darzustellen. Elemente wie Bänder aus feinen Linien stellen dabei das Bindeglied zwischen diesen unterschiedlichen Bereichen dar und fungieren als das unveränderliche Wesen einer Persönlichkeit, durch die sie letztendlich als Ganzes identifiziert werden kann. Zur Zeit lebt und arbeitet Felix Kindelán in Basel.

www.felix-kindelan.com

Bild: privat