Pjotr Iljitsch Tschaikowski

* 7. Mai 1840 in Kamsko-Wotkinski Sawod, heute Russland
† 6. November 1893 in Sankt Petersburg, heute Russland

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (c) Gerda Laufenberg

Pjotr Iljitsch Tschaikowsi

Pjotr Iljitsch Tschaikowski war der bedeutendste russische Komponist des 19. Jahrhunderts und eine zentrale Figur der musikalischen Romantik. Seine Sinfonien, das erste Klavierkonzert, das Violinkonzert sowie die Oper Eugen Onegin gehören ebenso zum Kernrepertoire wie seine Ballette Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker, die bis heute weltweit aufgeführt werden. Auch als Dirigent feierte Tschaikowski internationale Erfolge und unternahm Konzertreisen durch Europa und Amerika. 

1877 ging Tschaikowski trotz seiner homosexuellen Orientierung eine Ehe mit Antonina Miljukowa ein, die nach wenigen Wochen scheiterte. Im selben Jahr begann eine langjährige Brieffreundschaft mit seiner Mäzenin Nadeschda von Meck, deren finanzielle Unterstützung ihm ein unabhängiges Komponieren ermöglichte. 

Über seine Liebesbeziehungen zu Männern sprach Tschaikowski offen in Briefen an seinen Bruder und beschrieb darin leidenschaftliche Gefühle ebenso wie tiefe innere Konflikte. Diese standen im Konflikt mit der strafrechtlichen Verfolgung und gesellschaftlichen Ächtung homosexueller Männer im zaristischen Russland, was nach Einschätzung der Forschung sein Leben und die emotionale Intensität seiner späten Werke maßgeblich prägten.

1893 komponierte er mit der sechsten Sinfonie Pathétique eines seiner persönlichsten Werke, dessen Uraufführung er noch selbst dirigierte. Wenige Tage später starb Tschaikowski. Pjotr Iljitsch Tschaikowski war schwul.

Bis heute ist Tschaikowskys Homosexualität in Russland politisch umkämpft, wie 2013 die Debatte um ein geplantes Biopic zeigte, bei der staatliche Stellen verlangten, sein Privatleben auszublenden, und der Regisseur Kirill Serebrennikov daraufhin auf Fördergelder verzichtete.

"Wenn auf eine Million Menschen ein einziger kommt,
der so ist wie Sie, so genügt das schon,
um an der Menschheit nicht zu verzweifeln."
Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Gerda Laufenberg (c) Anni Hausladen

Gerda Laufenberg

“Ich male, seitdem mir jemand ein Stück Kreide in die Hand drückte. Da war ich fünf. Später lernte ich an den Kölner Werkschulen etwas dazu, nicht allzu viel. Ich wollte Bildhauerin werden und stellte fest, dass ich lieber zeichnete. Das erlaubte mir sprunghaft zu sein, spontanen Einfällen folgend.

Kritiker sagen, ich sei immer noch sprunghaft, würde atemberaubende Haken schlagen, vielleicht zu vielseitig… Lieber vielseitig als einseitig. Das Leben ist voller Überraschungen, die Malerei auch. Ich finde das ebenso spannend wie notwendig…“.

Zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen im In- und Ausland seit 1974, u.a. in Aachen, Bayreuth, Bonn, Brühl, Düsseldorf, Köln, Mainz, Mannheim, Trier und in Angersund Lyon (Frkr) und Barcelona.

Gerda Laufenberg lebt und arbeitet als freischaffende Malerin, Illustratorin und Autorin in Köln.

www.gerdalaufenberg.de

Bild: Annie Hausladen