Therese Giehse
* 6. März 1898 in München, heute Deutschland
† 3. März 1975 in München, heute Deutschland

Therese Giehse
Therese Giehse (1898–1975) war eine der bedeutendsten deutschsprachigen Theater-schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie spielte an den Münchner Kammerspielen, am Zürcher Schauspielhaus und im Berliner Ensemble um Bertolt Brecht. Berühmt wurde sie durch die Hauptrolle in Mutter Courage und ihre Kinder, die 1941 im Zürcher Exil uraufgeführt wurde. Die Zürcher Uraufführung von „Mutter Courage und ihre Kinder“ am 19. April 1941 am Schauspielhaus Zürich inszenierte Leopold Lindtberg, die Musik schrieb Paul Burkhard.
1933 gründete sie mit ihrer Partnerin Erika Mann, deren Bruder Klaus und dem Musiker Magnus Henning das Kabarett Die Pfeffermühle. Wegen ihrer jüdischen Herkunft und politischen Haltung floh sie noch im selben Jahr ins Exil. Die Programme der Pfeffermühle griffen das NS-Regime offen an und wurden teils unter Polizeischutz aufgeführt. Den Namen ihres Kabaretts „Die Pfeffermühle“ soll Thomas Mann vorgeschlagen haben, das erste Programm trug den Titel „Gepfefferter Charme“.
1936 heiratete Giehse den homosexuellen Schriftsteller John Hampson-Simpson, um einen britischen Pass zu erhalten. Die formale Ehe, blieb bis zu dessen Tod 1955 bestehen. Nach dem Krieg kehrte sie nach Deutschland zurück und spielte an Bühnen in Zürich, München, Berlin, Salzburg und Wien.
Ihre lesbische Beziehung zu Erika Mann endete nach der „Pfeffermühle“-Zeit Anfang 1937, als sich das Ensemble nach der Premiere in New York trennte und Giehse allein nach Zürich zurückkehrte.
Therese Giehse erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Filmband in Silber. 1988 erschien ihr Porträt auf der 100-Pfennig-Briefmarke der Reihe Frauen der deutschen Geschichte. Über ihre Beziehung zu Erika Mann sprach sie kaum: „Aber über mich red’ ich nicht.“ Therese Giehse war lesbisch.
"Regie ist keine Männersache. […]
Frauen sind häufig für die Regie viel stärker begabt als Männer.
Sie sehen besser, haben die frecheren Augen, gucken genauer hin. […]
Bei einer Frau als Regisseur arbeiten alle nur mit halbem Einsatz und lächerlich übersteigertem Unwillen. "
Therese Giehse

Felix Kindélan
Felix Kindelán wurde 1992 in Berlin geboren. Dort aufgewachsen, entwickelte er früh ein starkes Interesse in Kunst. In seiner Jugend war er Teil der Berliner Graffitiszene und widmete sich zur gleichen Zeit der klassischen Malerei. Portraits und die menschliche Figur sind der Kern seiner Malerei.
Das Thema seiner Arbeiten behandelt das Phänomen, dass jede Person verschiedene Charakterzustände in den unterschiedlichsten Situationen und Begegnungen besitzt. Die Arbeiten sind der Versuch diese Nuancen einer Persönlichkeit mit der Aufteilung der Figur darzustellen. Elemente wie Bänder aus feinen Linien stellen dabei das Bindeglied zwischen diesen unterschiedlichen Bereichen dar und fungieren als das unveränderliche Wesen einer Persönlichkeit, durch die sie letztendlich als Ganzes identifiziert werden kann. Zur Zeit lebt und arbeitet Felix Kindelán in Basel.
Bild: privat